Glossar

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung wichtiger Begriffe zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt.

Es handelt sich hierbei um Erläuterungen und keine Definitionen, um jedem Menschen die Freiheit zu lassen, die eigene sexuelle und geschlechtliche Identität selbst zu definieren.

Die Fibel der vielen kleinen Unterschiede der Initiative ANDERS & GLEICH – LSBTIQ* in NRW bietet eine ausführliche Erklärung aller in diesem Zusammenhang relevanten Begriffe an.

Die Abkürzung LSBTIQ* steht für: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und queere Menschen.

Häufig findet man statt LSBTIQ* auch die Abkürzung „LGBTQI*“. Dabei handelt es sich um die englische Variante (lesbian, gay, bisexual, trans*, queer, inter*).

Das Sternchen* (auch Gender-Star) dient als Platzhalter, um alle Geschlechter und Identitäten über „männlich“ und „weiblich“ hinaus sichtbar zu machen.

Bei der Aussprache lässt man einfach eine kurze Pause.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), auch bekannt unter dem Antidiskriminierungsgesetz, untersagt Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Bisexuelle Menschen (nach der lateinischen Vorsilbe bi- = zwei) fühlen sich sexuell und/oder emotional sowohl zu Männern als auch zu Frauen hingezogen.

Cisgeschlechtlichkeit ist das Gegenteil von Transgeschlechtlichkeit.
Cisgeschlechtliche Menschen identifizieren sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Der Begriff Diversity kommt aus dem Englischen und bedeutet Vielfalt / Diversität.

In der Regel werden unter Diversität Merkmale wie ethnische Zugehörigkeit, soziale Herkunft, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, Behinderung, Alter und Religion gefasst, wobei die Perspektive um viele (individuelle) Merkmale erweitert werden kann.

Diversity Management ist die gezielte Gestaltung gesellschaftlicher und personeller Vielfalt. Damit wird der Prozess beschrieben, der die Unterschiedlichkeit der Mitglieder einer Organisation als Potenzial erkennt und wertschätzt.

Auf wissenschaftlicher Ebene beschreibt der Begriff Gender das sozial konstruierte Geschlecht einer Person. Im Deutschen gibt es keine genaue Übersetzung, da es sich nicht um das biologische Geschlecht handelt, welches man nach der Geburt zugewiesen bekommt, sondern um die Geschlechtsidentität, also die Selbstwahrnehmung des eigenen Geschlechts bzw. der eigenen Geschlechterrolle.

Der Begriff „hetero“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „verschieden“ oder „ungleich“ (im Gegensatz zu „homo“ = gleich). Frauen*, die heterosexuell sind, lieben und/oder begehren also Männer*. Heterosexuelle Männer* lieben und/oder begehren Frauen*.

Diese Form der Sexualität galt lange als die Norm („Heteronormativität“), während andere Formen als Abweichung betrachtet wurden.

Der Begriff „homo“ kommt ebenfalls aus dem Griechischen und bedeutet „gleich“ (im Gegensatz zu „hetero“ = ungleich, verschieden). Frauen*, die homosexuell sind, lieben und/oder begehren also Frauen* und homosexuelle Männer* lieben und/oder begehren Männer*.

Das Wort Inter* bezeichnet Menschen, die im Hinblick auf ihr Geschlecht nicht eindeutig einer der medizinischen „Normkategorien“ eines entweder „männlichen“ oder „weiblichen“ Körpers zugeordnet werden können.

Als lesbisch bezeichnen sich Frauen*, die homosexuell sind, also: gleichgeschlechtlich orientiert. Sie lieben und/oder begehren also Frauen*.

Als nichtbinär bezeichnen sich Menschen, die sich weder mit dem weiblichen noch mit dem männlichen Geschlecht identifizieren können.

Queer ist ein offener Begriff für Personen, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht der heteronormativen Norm entspricht. „Queer” wird auch verwendet, um Bewegungen und Dinge zu bezeichnen, die mit queeren Menschen in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die queere Szene, Queer Studies oder queere Filmfestivals.

Die Regenbogenflagge wurde 1978 in San Francisco von dem amerikanischen Künstler Gilbert Baker entworfen, damit schwule Aktivisten ein positives Symbol für ihre Aktionen hatten. Mit ihren heute sechs Farben (früher waren es acht) gilt sie als Zeichen der Vielfalt und des Stolzes der internationalen LSBTIQ* Community.

Als schwul bezeichnen sich Männer*, die homosexuell sind, also: gleichgeschlechtlich orientiert. Sie lieben und/oder begehren also Männer*.

Hier dient das Sternchen als Platzhalter für alle Wörter, die mit der Vorsilbe „trans-“ anfangen und die verschiedene geschlechtliche Identitäten beschreiben.

Zum Beispiel: Transgender, Transsexualität, Transgeschlechtlichkeit, Transidentität und viele weitere.

Häufig dient dieses Wort als Überbegriff für alle Bezeichnungen, die mit der Vorsilbe „trans-“ anfangen, ähnlich zum Begriff Trans*. Als Transgender bezeichnen sich aber auch Personen, deren soziales Geschlecht (s. Gender) sich von dem Geschlecht unterscheidet, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Transsexuell ist ein Begriff für Menschen, die sich nicht mit dem biologischen Geschlecht identifizieren, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Der Unterstrich_ (auch Gender-Gap) wird wie das Sternchen* als Platzhalter verwendet, um alle Geschlechter und Identitäten über „männlich“ und „weiblich“ hinaus zu berücksichtigen. So werden beim Lesen mehr als nur ein oder zwei Geschlechter eingeschlossen. Ausgesprochen wird das Gender-Gap durch eine kurze Pause zwischen den getrennten Wortteilen.